Schulen, Sicherheit, Straßen: Rat verabschiedet Haushalt 2026

Schulen, Sicherheit, Straßen: Rat verabschiedet Haushalt 2026

20 Feb 2026

Grevenbroich - Der Rat der Stadt Grevenbroich hat in seiner Sitzung am 19.02.2026 die Haushaltssatzung für das Jahr 2026 mehrheitlich beschlossen. Mit dem Haushalt setzt die Stadt klare Schwerpunkte bei Bildung, Sicherheit, Infrastruktur, Sport und Strukturwandel und stellt umfangreiche Investitionen für die kommenden Jahre sicher.

Der Ergebnisplan weist für 2026 Erträge in Höhe von 243,5 Millionen Euro und Aufwendungen von 252,0 Millionen Euro aus. Nach Abzug des sogenannten globalen Minderaufwandes ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von rund 3,9 Millionen Euro. Die Inanspruchnahme der allgemeinen Rücklage ist entsprechend veranschlagt. Damit bewegt sich die Stadt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen und bleibt finanziell handlungsfähig. Im Finanzplan sind Investitionsauszahlungen in Höhe von rund 62,9 Millionen Euro vorgesehen. Für Investitionen sind Kreditaufnahmen in Höhe von 34,1 Millionen Euro eingeplant. Insgesamt werden Verpflichtungen für künftige Jahre in Höhe von 61,9 Millionen Euro eingegangen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bildungsbereich. Für die Erweiterung der Dritten Gesamtschule in Wevelinghoven sind allein im Jahr 2026 über 16 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen 3,1 Millionen Euro für das neue Naturwissenschaftsgebäude am Erasmus-Gymnasium, knapp 2 Millionen Euro für das Lehrschwimmbecken Wevelinghoven sowie umfangreiche Investitionen in den Ausbau der Offenen Ganztagsschulen im gesamten Stadtgebiet. Auch soziale Infrastruktur wird gestärkt, etwa mit 2,9 Millionen Euro für die Unterkunft für Menschen ohne Obdach an der Ringstraße.

Im Bereich Sicherheit investiert die Stadt unter anderem 3,5 Millionen Euro in den Neubau der Feuerwehr Kapellen, 750.000 Euro in die Fahrzeughalle der Feuerwehr Neukirchen sowie rund 1,2 Millionen Euro in neue Feuerwehrfahrzeuge.

Für Straßen, Mobilität und Stadtentwicklung sind ebenfalls erhebliche Mittel eingeplant. Dazu zählen unter anderem 1,15 Millionen Euro für barrierefreie Bushaltestellen, 920.000 Euro für die Generalsanierung der Brücke Nord-Süd-Kohlebahn sowie 940.000 Euro für das Projekt „Schöner Ankommen“ am Bahnhof. Darüber hinaus werden zahlreiche Straßen- und Brückensanierungen im gesamten Stadtgebiet umgesetzt. Die Entwicklung der Innenstadt, des Flutgrabenquartiers und der Kraftwerksdörfer wird konsequent fortgeführt.

Bürgermeister Klaus Krützen betont: „Der Haushalt 2026 ist ein Investitionshaushalt. Trotz anspruchsvoller finanzieller Rahmenbedingungen investieren wir massiv in Bildung, Sicherheit, Infrastruktur und den Strukturwandel. Wir gestalten die Zukunft unserer Stadt aktiv und verantwortungsvoll.“

Die Haushaltssatzung wird nun der Kommunalaufsicht vorgelegt und kann nach Ablauf der gesetzlichen Frist bekannt gemacht sowie umgesetzt werden.

Quelle-Archivbild: Stadt Grevenbroich

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