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Freitag, 6 Februar 2026
05 Feb 2026
Grevenbroich - Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss zahlen jährlich einen festen Pflichtbeitrag an den Kreis, die sogenannte Kreisumlage. Mit diesen Mitteln finanziert der Kreis zentrale Aufgaben. Gleichzeitig fehlen die Gelder den Kommunen für Leistungen vor Ort, etwa für Schulen, Kitas, Straßen, Vereine oder soziale Angebote. Da dieser Pflichtbeitrag seit Jahren kontinuierlich steigt, fordert Bürgermeister Klaus Krützen, dass auch der Rhein-Kreis Neuss einen stärkeren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leistet.
In Grevenbroich ist die Entwicklung inzwischen besonders deutlich spürbar: Die Einnahmen aus der geplanten Gewerbesteuer 2026 reichen faktisch nicht mehr aus, um die Kreisumlage vollständig zu finanzieren. Damit gerät der finanzielle Handlungsspielraum der Stadt weiter unter Druck. Bürgermeister Krützen spricht sich daher dafür aus, im Kreishaushalt eine pauschale Einsparvorgabe in der Höhe von zwei Prozent, einen sogenannten Globalen Minderaufwand, festzulegen. Ein solches verbindliches Sparziel würde dazu beitragen, die Belastungen für Städte und Gemeinden zu begrenzen und ihre Handlungsfähigkeit zu sichern.
Die steigende Kreisumlage schränkt nach Auffassung des Bürgermeisters zunehmend die Möglichkeiten der Kommunen ein, in wichtige Zukunftsaufgaben zu investieren. „Unsere Städte und Gemeinden tragen die Verantwortung für die unmittelbare Daseinsvorsorge der Menschen“, betont Bürgermeister Krützen. „Wenn die finanziellen Belastungen weiter steigen, geraten Investitionen, soziale Angebote und freiwillige Leistungen immer stärker unter Druck. Das können und dürfen wir nicht einfach hinnehmen.“
Vor diesem Hintergrund unterstützt Bürgermeister Krützen die Forderungen kommunaler Fachverbände nach einer pauschalen Einsparvorgabe im Kreishaushalt. Dieses Instrument wird von den Städten bereits seit Jahren genutzt und wäre ein fairer und solidarischer Beitrag des Kreises zur Entlastung der kommunalen Haushalte. „Es geht nicht um Parteipolitik, sondern um die Zukunftsfähigkeit unserer Städte. Kommunale Handlungsfähigkeit ist die Grundlage für Lebensqualität, Zusammenhalt und eine funktionierende Demokratie“, so Krützen.
Quelle-Archivbild: Stadt Grevenbroich